Die private Sicherheitswirtschaft ist Bestandteil der deutschen Sicherheitsarchitektur.

Der Staat ist nicht in der Lage, alle Sicherheitsbedürfnisse der Bevölkerung und der Wirtschaft zu befriedigen. Dies schafft neue Spielräume sowohl für die Sicherheitstechnik als auch für die Sicherheitsdienstleistung.

Die deutschen Sicherheitsunternehmen leisten mit rund 257.500 Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern einen unverzichtbaren Beitrag für die Innere Sicherheit Deutschlands. Sie erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von 6,93 Milliarden Euro.

Die privaten Sicherheitsunternehmen sind für die Sicherheit aber auch für eine moderne Volkswirtschaft unverzichtbar. Bis vor wenigen Jahren waren die Beschäftigten für die Öffentlichkeit weitgehend „unsichtbar”, weil sie im Hausrechtsbereich der Auftraggeber eingesetzt waren. Das hat sich deutlich verändert. Der Schutz von Veranstaltungen, der Einsatz als „City-Streifen” im privaten oder kommunalen Auftrag, die Begleitung des Öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV), Fluggastkontrollen an Verkehrsflughäfen, der Schutz von Universitätsgeländen und Schulen, Friedhöfen, Schwimmbädern im Sommer und Weihnachtsmärkten im Winter, um nur einige herausragende Beispiele zu nennen, haben zu einer starken öffentlichen Wahrnehmung geführt. Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland hat auch gravierende Auswirkungen auf unsere Branche. Weit über 10.000 private Sicherheitskräfte schützen bundesweit Flüchtlingsunterkünfte, Tendenz steigend. Es wird immer schwerer, geeignetes Personal für diese konfliktgeladene Tätigkeit zu bekommen.

Die Sicherheitsbranche ist ständig darum bemüht die Qualität der Dienstleistung zu verbessern. Deshalb widmet man sich seit Jahren verstärkt der Qualifizierung der Beschäftigten. Hierzu gehört auch die Stärkung der Berufsausbildung in der Branche. Seit der Einführung des dualen Ausbildungsberufs zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit haben 7.160 junge Menschen erfolgreich die Prüfung bestanden. Hinzu kommen 1.101 Auszubildende zur Servicekräfte für Schutz und Sicherheit.

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