Pressemitteilung des BDSW 10 / 2026
Berlin – Die private Sicherheitswirtschaft behauptet sich auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. So konnten die führenden Sicherheitsdienstleister ihre Umsätze auch im Jahr 2025 steigern. Die Beschäftigtenzahlen entwickelten sich allerdings im Vergleich zum Vorjahr nur noch geringfügig positiv. In den klassischen Wach- und Sicherheitsdiensten (der Wirtschaftsklasse 80) ging die Zahl der Beschäftigten erstmals seit mehreren Jahren leicht zurück.
Nach den aktuellen Beschäftigungsdaten der Bundesagentur für Arbeit waren zum 31. Dezember 2025 in der Wirtschaftsklasse 80 „Wach- und Sicherheitsdienste sowie Detekteien“ insgesamt 290.674 Personen beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahreswert von 290.575 Beschäftigten entspricht dies einem Zuwachs um lediglich 0,03 Prozent.
Dieser Zuwachs ist vor allem auf die Entwicklung im Bereich der „Sicherheitsdienste mithilfe von Überwachungs- und Alarmsystemen“ zurückzuführen. Dort stieg die Beschäftigtenzahl um 438 auf 10.442 Personen. In der klassischen Sparte der „privaten Wach- und Sicherheitsdienste“ sank die Zahl dagegen um 275 auf 276.452 Beschäftigte. Auch bei den Detekteien waren mit 3.780 Personen 64 Beschäftigte weniger registriert als zum Jahresende 2024.
Gleichzeitig wächst die Branche wirtschaftlich weiter. Nach der aktuellen Lünendonk-Liste steigerten die 25 führenden Sicherheitsdienstleister ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich um 4,6 Prozent. Gemeinsam erzielten sie einen sicherheitsrelevanten Umsatz von rund 5,63 Milliarden Euro. Die schwache Konjunktur hat das Wachstum zwar gebremst, die grundsätzlich positive Marktentwicklung jedoch nicht gestoppt.
„Die private Sicherheitswirtschaft erweist sich auch unter schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen als stabil. Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen bleibt hoch und die Unternehmen wachsen weiter.“, erklärt BDSW-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Okpara.
Die Personalverschiebung zugunsten der sicherheitstechnischen Dienstleistungen verdeutlicht zudem den Wandel innerhalb der Branche. Technische Lösungen, Überwachungs- und Alarmsysteme sowie integrierte Sicherheitskonzepte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie können qualifiziertes Sicherheitspersonal jedoch nicht in allen Tätigkeitsfeldern ersetzen.
„Gerade die klassischen Sicherheitsdienstleistungen sind und bleiben personalintensiv. Angesichts wachsender Anforderungen beispielsweise an den Schutz Kritischer Infrastrukturen, öffentlicher Einrichtungen, Unternehmen und Veranstaltungen brauchen wir nicht weniger, sondern mehr qualifizierte Beschäftigte“, so Okpara.
Der BDSW fordert deshalb verlässliche und beschäftigungsfreundliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie sowie eine stärkere politische Unterstützung für eine so wichtig gewordene Branche.

