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Pressemitteilung des BDSW 04 / 2026

Berlin – In einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Veränderungen, wachsender internationaler Spannungen sowie zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheiten gewinnt der Schutz des Wirtschaftsstandortes Deutschland weiter an Bedeutung. Neue Bedrohungslagen – von Spionage und Cyberkriminalität über Sabotage bis hin zu Drohnenangriffen – stellen Unternehmen und Institutionen vor immer komplexere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung mit der Verabschiedung ihrer Wirtschaftsschutzstrategie einen wichtigen Schritt unternommen: Erstmals wird der signifikante Beitrag der Sicherheitswirtschaft zum Schutz von Unternehmen, Wertschöpfungs- und Lieferketten sowie von Forschung, Innovation und Entwicklung ausdrücklich anerkannt.

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft leisten bereits heute täglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit des Wirtschaftsstandortes Deutschland. Mit ihren hochwertigen, integrierten Sicherheitsdienstleistungen unterstützen sie insbesondere Industrieunternehmen, Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) sowie kleine und mittelständische Unternehmen, die über keine eigenen Sicherheitsstrukturen verfügen. Damit bildet die Sicherheitswirtschaft eine zentrale Schnittstelle zwischen dem Mittelstand – einschließlich zahlreicher „Hidden Champions“ – und den staatlichen Sicherheitsbehörden.

 

„Mit der nun vom Bundeskabinett verabschiedeten Wirtschaftsschutzstrategie zur Stärkung der Resilienz deutscher Unternehmen und ihrer Wertschöpfungs- und Lieferketten sowie ihrer Forschung, Innovationen und Entwicklung gegenüber sicherheitsbezogenen Herausforderungen und Bedrohungen erkennt die Bundesregierung erstmalig diesen bedeutenden Beitrag der Sicherheitswirtschaft ausdrücklich an“, erklärt BDSW-Präsident Werner Landstorfer. „Der BDSW ist Mitinitiator der Initiative Wirtschaftsschutz und bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung der nationalen Sicherheitsarchitektur auf Bundes- und Landesebene ein.“

 

Die Sicherheitswirtschaft entwickelt ihr Leistungsspektrum kontinuierlich weiter, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Dazu zählen sowohl physische als auch digitale Schutzmaßnahmen, insbesondere im Bereich des KRITIS-Schutzes. Ziel ist es, die Resilienz der deutschen Wirtschaft nachhaltig zu stärken und Unternehmen bei der Eigenvorsorge sowie der Einhaltung verschärfter gesetzlicher Sicherheitsvorgaben zu unterstützen.

 

Gleichzeitig sieht der BDSW dringenden Handlungsbedarf bei der rechtlichen Ausgestaltung neuer Sicherheitsanforderungen. „Um das Leistungspotenzial der Sicherheitswirtschaft insbesondere bei der Drohnenabwehr effektiv nutzen zu können, braucht es zeitnah klare gesetzliche Rahmenbedingungen“, betont Landstorfer. „Dies betrifft sowohl KRITIS-Betreiber und Unternehmen im Anwendungsbereich der Störfallverordnung als auch die von ihnen beauftragten Sicherheitsdienstleister. Angesichts begrenzter staatlicher Kapazitäten greift es zu kurz, bei der Drohnenabwehr weiterhin ausschließlich auf Polizei und Bundeswehr zu setzen.“

 

Der BDSW wird den Dialog mit Politik und Behörden weiterhin aktiv gestalten und sich für eine zukunftsfähige Sicherheitsarchitektur einsetzen, die die Kompetenzen der Sicherheitswirtschaft umfassend einbindet.

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