Pressemitteilung des BDSW 21 / 2026
Berlin - Am heutigen Tage fand die 2. Tarifverhandlung für das private Sicherheitsgewerbe in München zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft, Landesgruppe Bayern und der Gewerkschaft ver.di Bayern statt, ohne dass ein Ergebnis erzielt werden konnte.
Die Verhandlungen verhärteten sich, nachdem dem ver.di auf einer unverhandelbaren Forderung von + 5,23 Prozent für die unterste Lohngruppe beharrte und für die qualifizierteren Lohngruppen + 5,1 Prozent Lohnerhöhung forderte.
Die Arbeitgeberseite hat diese Forderungen der Gewerkschaft entsetzt als nicht verhandelbar und nicht einigungsfähig zurückgewiesen. „Die Verhandlungen mussten unter diesen Voraussetzungen erneut vertagt werde. Die Arbeitgeberseite hat ihre Erwartung deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Arbeitnehmerseite zu realistischen, der kritischen Wirtschaftslage im Allgemeinen, insbesondere bei den Kunden der Dienstleister in der bayrischen Schlüsselwirtschaft in den weiteren Verhandlungen endlich Rechnung trägt“, so der Vorsitzende der Landesgruppe Bayern im BDSW, Werner Landstorfer.
Die dritte Verhandlungsrunde findet Mitte November in München statt.
Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 290.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2025 lag der geschätzte Umsatz bei rund 14,75 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“).

