Beitrag von Birgit Müller & Raphaela Krücken, Securitas Holding

Hat der „klassische Wächter“ noch vor Jahren seine Berichte und Wachbücher handschriftlich getätigt, so ist heute der moderne Sicherheitsmitarbeiter bei Securitas zunehmend mit einem Smartphone oder PDA (Personal Digital Assistant) vertraut und übermittelt seine Informationen auf elektronischem Weg. 

„Die Anforderungen an die Beschäftigten in der Sicherheitswirtschaft haben sich in den letzten Jahren verändert und werden sich in Zeiten der Digitalisierung weiter verändern.“ erläutert  Arbeitsdirektorin Gabriele Biesing (Securitas Holding GmbH). Durch die technischen Entwicklungen werden von allen Mitarbeitern umfangreiche Kenntnisse auch im Umgang mit IT-Systemen und der entsprechenden Hardware erwartet. 

Damit einher geht ein steigender Bedarf an Weiterbildung und betrieblicher Fortbildung - auch bei Securitas. Die Unternehmensgruppe beschäftigt alleine in Deutschland mehr als 20.500 Mitarbeiter und aktualisiert kontinuierlich die Anforderungs- und Kompetenzprofile für die unterschiedlichsten Positionen. Die verschiedenen, fachlichen Anforderungsprofile ermöglichen den Vergleich, inwieweit der Beschäftigte oder auch ein Bewerber den idealen Anforderungen hinsichtlich Ausbildung, Berufserfahrung und Fertigkeiten bereits entspricht und wo eine  Qualifizierungsmaßnahme zur beruflichen Weiterentwicklung gewinnbringend wäre. Getreu der Ansicht von Benjamin Franklin: „Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen“. 

Die Stellenbeschreibungen und das dafür nötige Know-how der Mitarbeiter wird zu einem Anforderungs- und Kompetenzportfolio für ein Team oder Projekt zusammengefasst. „Live-Trainings, Train the Trainer-Maßnahmen, Online-Konferenzen und das Selbststudium sollen auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereiten.“ so Birgit Müller (HR Director, Securitas Holding GmbH). Das Unternehmen ist Teilprojektträger des auf der Sozialpartnerrichtlinie basierenden Projekts PROSPEKTS. Das Pilotprojekt wird über den Europäischen Sozialfonds (ESF) und die Initiative „Fachkräfte sichern: Weiter bilden und Gleichstellung fördern“ unterstützt.

Zukünftig wird es bei Ausschreibungen für Organisationen, die Sicherungsdienstleistungen anbieten und erbringen, zudem immer häufiger erforderlich sein, nachzuweisen, dass die eingesetzten Sicherheitsmitarbeiter über bestimmte Qualifikationen verfügen (DIN 77200).

In der Arbeitswelt wird neben Fach- und Kommunikationskompetenz auch die Uniquability immer wichtiger (Uniquability bezeichnet den Mix aus Stärken, Talenten und Passion). Internationale Kunden erwarten zudem vermehrt von  Sicherheitsmitarbeitern, dass sie Englisch als Fremdsprache gut beherrschen. Securitas bietet auch verschiedenste e-Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter an, unter anderem durch die Securitas Akademie GmbH (E-Learning, orts- und zeitunabhängig). Der Beruf des „klassischen Wächters“ ist Vergangenheit. Heute kommunizieren Sicherheitsmitarbeiter immer öfter bei internationalen Veranstaltungen und in der Zusammenarbeit mit Kunden u. a. elektronisch und in englischer Sprache. Mitarbeiter, Kunden und angemeldete Besucher können die geschichtliche Entwicklung des Sicherheitsunternehmens Securitas hautnah im Securitas Experience Center in Berlin erleben. Laterne und Hellebarde sind seit langem dem digitalen Fortschritt gewichen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

© Birgit Müller / Raphaela Krücken

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