Pressemitteilung des BDSW 39 / 2021
 
Lübeck/Bad Homburg – Die Gewerkschaft ver.di hat bei den Verhandlungen zum Abschluss eines Tarifvertrags für Sicherheitsdienstleistungen in kerntechnische Anlagen in Schleswig-Holstein ein Angebot von fast 12 % Erhöhung abgelehnt.

Der Landesgruppenvorsitzende und Verhandlungsführer des BDSW Lutz Kleinfeldt zeigte sich fassungslos: „Nach Aussage von ver.di reiche die Solidarität unter den Mitarbeitern nicht aus, um diese extreme Erhöhung für einen kleinen Teil der Mitarbeiter mit einer niedrigeren Erhöhung für alle anderen auszugleichen. Das lässt mich am Grundgedanken der Sozialpartnerschaft zweifeln.“
 
Die Landesgruppe des BDSW hatte die Verhandlungen initiiert, um die Mitarbeiter, die Sicherheitsdienstleistungen in Forschungsreaktoren durchführen, auf das Lohnniveau der stromerzeugenden kerntechnischen Anlagen zu bringen. Hierzu war ein Zeitraum von 16 Monaten vorgeschlagen worden, in dem die Löhne für diese Gruppe um 11,8 % erhöht werden sollten. Für Mitarbeiter in stromerzeugenden KTAs sollte im selben Zeitraum eine Erhöhung von 5,1 % vereinbart werden.

Dieses geringere Angebot für die ca. 95 % der Mitarbeiter in diesem Segment reichte ver.di nicht aus, um einen Tarifabschluss anzustreben, die Verhandlungen wurden nach nur einer Stunde beendet. „Wie man mit dieser Art der Verhandlung gleichen Lohn für gleiche Arbeit erreichen will, erschließt sich mir nicht,“ sagte ein enttäuschter Verhandlungsführer Lutz Kleinfeldt abschließend.



Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260 000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2020 lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen bei rund 9,2 Mrd. Euro - davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert ca. 500 Mio. Euro und Luftsicherheit 817 Mio. Euro, insgesamt also 1,3 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“).

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