Pressemitteilung des BDSW 19 / 2017

Berlin – Die privaten Sicherheitsdienste verzeichneten im vergangenen Jahr einen Umsatzzuwachs um 23,8 %, von 6,96 (2015) auf 8,62 Mrd. Euro, so BDSW Präsident Gregor Lehnert, Staatssekretärs im thüringischen Innenministerium a.D., im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin.

Nachdem bereits im Jahr 2015 ein massiver Anstieg der Beschäftigten- und Umsatzzahlen zu verzeichnen war, sei man noch von einem einmaligen „Peak“, aufgrund der Flüchtlingssituation ausgegangen. „Für das Folgejahr hatten wir mit einer Normalisierung auf Zuwächse von rund fünf Prozent gerechnet – diese Erwartung wurde allerding weit übertroffen“, so Lehnert. Das Schutzbedürfnis unserer Kunden aus Wirtschaft, Staat, Kommunen und – zu einem kleinen Teil- auch von privaten Haushalten sei ungebrochen. „Wachstumstreiber sind die steigenden Passagierzahlen und Sicherheitsanforderungen an den Verkehrsflughäfen, der Öffentliche Personenverkehr, der Einzelhandel und Veranstalter. 

Die Branche beschäftigt nach diesen neuen Zahlen bundesweit nunmehr rund 270.000 Beschäftigte in den unterschiedlichsten Bereichen, ein Plus von 20.000 neuen Stellen. Am 1. Mai 2017 habe es außerdem noch 12.000 offene Stellen gegeben.

Das Unsicherheitsgefühl habe sich, so Lehnert, in Deutschland stark verändert. „Die privaten Sicherheitsunternehmen können einen großen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland leisten – die Rahmenbedingungen müssen hierfür aber stimmen“, so Lehnert.

Die Anstrengungen nach noch mehr Qualität und Seriosität der Sicherheitsdienstleistungen werden nur dann nachhaltig sein, wenn der Staat seiner politischen und gesetzgeberischen Verantwortung gerecht wird und die Rahmenbedingungen für die privaten Sicherheitsdienste auf eine neue, zeitgemäße Grundlage stellt. Nicht nur die Unternehmen, auch die inzwischen rund 270.000 privaten Sicherheitskräfte erwarten ein entsprechendes Handeln der Politik.

Der BDSW stellte auf der Presskonferenz auch sein Forderungspapier zur Bundestagswahl 2017 vor. Es steht unter dem Motto „Deutschland Sicherer machen: Sicherheitswirtschaft stärken und Eigenvorsorge fördern“.


Gregor Lehnert
Seit 1972 war Gregor Lehnert bei der Polizei des Saarlandes über 25 Jahre unter anderem in den Bereichen Kapitaldelikte, Terrorismusbekämpfung und Stabsarbeit tätig. 1986 wurde er zum Direktor des Landeskriminalamtes und Leiter der Kriminalpolizei des Saarlandes ernannt. Diese Leitungsfunktion übte er bis 1997 aus. 1998 wechselte Gregor Lehnert in die Politik und übernahm die Tätigkeit des Staatssekretärs im Innenministerium in Thüringen. Seit Anfang 2000 ist Gregor Lehnert in der Privatwirtschaft tätig und arbeitet konsequent am „Umbau“ der privaten Sicherheitsbranche.
Gregor Lehnert ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Gregor Lehnert (UGL) und neben seinem Amt als BDSW Präsident Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Rheinland Pfalz/Saarland.



Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 270.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2016 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 8.62 Mrd. Euro erzielt.

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