Pressemitteilung des BDSW 60 / 2018

Berlin/München – Die zweite Verhandlungsrunde zwischen ver.di und der BDSW Landesgruppe Bayern lässt nicht auf einen realitätsnahen Abschlusswillen seitens der Gewerkschaft schließen. “Dass unser heutiges Angebot von rund 15 Prozent Erhöhung bis 2022 abgelehnt wurde, lässt uns am Abschlussinteresse der Gewerkschaft zweifeln“, so der Landesgruppenvorsitzende Gerhard Ameis. Ver.di beharre, trotz eines erneut hohen Angebotes der Arbeitgeber, auf ihren völlig realitätsfernen Forderungen.

Die angebotenen Erhöhungen würden innerhalb einer vierjährigen Laufzeit einen Stundengrundlohn von 11,50 € in der unterste Lohngruppe des Objektschutzdienstes bedeuten. Diese Lohngruppe erhält ab dem 01.11.2018 bereits eine weitere - aus den letzten Tarifverhandlungen und für 2019 vorgezogene - Tarifsteigerung von 1,9 Prozent. Zur angemessenen Fortentwicklung dieser untersten Lohngruppe boten die Arbeitgeber eine, bisher in Bayern nicht dagewesene, Tariflohnsteigerungen im Gesamtvolumen von ca. 15 Prozent an. Diese hätte sich aus Erhöhungsschritten von 5,5 % zum 01.01.2020 (von 10 € auf 10,55 €) und 4,3 % zum 01.01.2021 (auf 11 €) und nochmals 4,54 % zum 01.01.2022 (auf 11,50 €) zusammengesetzt. Dieses Angebot lehnte ver.di ungeniert ab. Die Gewerkschaft wollte die 11,50 € bereits 1 Jahr früher erreichen. Dies würde alleine im dritten Jahr eine Lohnsteigerung von über 9 % bedeuten und das ist bei den Auftraggebern in Bayern wirtschaftlich nicht umsetzbar und liegt außerhalb jeglicher Vernunft.

Auch für die anderen Lohngruppen boten die Arbeitgeber anständige und wirtschaftlich umsetzbare Lohnerhöhungen an. Bei einer Laufzeit von 3 Jahren schlugen sie Lohnsteigerungen von durchschnittlich rund 2,4 und 6 Prozent pro Jahr vor.

Der heutige Tag zeige deutlich, welche Auswüchse Gewerkschaftspolitik - vorbei an und auf dem Rücken der Beschäftigten - erreichen könne. „Nach dem völligen Realitätsverlust von ver.di Bayern müssen die Tarifverhandlungen Ende November quasi wieder auf Anfang gesetzt werden“, so Ameis weiter. Die heute abgegebenen Angebote gelten für die dritte Verhandlungsrunde nicht mehr. Ein Abschluss für die rund 32.000 Beschäftigten in Bayern noch in 2018 stehe damit in den Sternen. Je näher das Jahresende rücke, desto wahrscheinlicher werden Nullmonate Anfang 2019 - was ausschließlich Verdi Bayern zu verantworten habe. „Das trifft die Beschäftigten unserer Branche mit gewerkschaftsideologischer Breitseite“, so Ameis abschließend.

Aktuelle Informationen zur Tarifrunde der Sicherheitswirtschaft finden Sie unter www.bdsw.de/aktuelle-tarifrunde 

Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2017 wurde nach vorläufigen Angaben ein Umsatz von ca. 8,40 Mrd. Euro erzielt. Davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert bzw. Luftsicherheit jeweils ca. 700 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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