Pressemitteilung des BDSW 60 / 2016

Berlin/Nürnberg - In der zweiten Verhandlungsrunde der Tarifauseinandersetzung für die bayerischen Sicherheitskräfte legten die Arbeitgeber ein Angebot mit Erhöhungen von 7 Prozent über drei Jahre vor.

"Wir hoffen, dass die Gewerkschaft ver.di unser Angebot und ihre Forderungen in diesen Verhandlungen nochmals realistisch überdenkt", so Gerhard Ameis, Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Bayern.

Die Forderungen der Gewerkschaft übersteigen nach wie vor den Rahmen der wirtschaftlichen Machbarkeit. „Natürlich liegt das Angebot deutlich unter den Erwartungen, die ver.di durch überhöhte Forderungen bei den Beschäftigten geweckt hat“, so Gerhard Ameis, Verhandlungsführer der BDSW Landesgruppe Bayern. Forderungen, die völlig an der wirtschaftlichen Realität und Umsetzbarkeit vorbei gehen, führen lediglich zu Enttäuschung über Angebote und damit zu unnötig langen Verhandlungen ohne Ergebnisse.

Ameis macht im Rahmen der Verhandlungsgespräche aber  deutlich, dass den Arbeitgebern weiterhin an einem baldigen Abschluss gelegen sei, so dass die Erhöhungen für die Beschäftigten zeitnah umgesetzt werden können, ohne dass sogenannte Leermonate entstehen. Um zu dieser Einigung gelangen zu können, müsse allerdings auch seitens ver.di der Wille erkennbar sein, zu wirtschaftlich umsetzbaren Konditionen abzuschließen.

Die Tarifvertragsparteien treffen sich zur dritten Verhandlungsrunde am 12. Dezember 2016.





Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 250.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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