BDSW Pressemitteilung 49 / 2016

Berlin/Ratingen - Die Arbeitgeber haben bereits in der ersten Tarifverhandlung für die rund 50.000 Beschäftigten des nordrhein-westfälischen Sicherheitsgewerbes ein Angebot unterbreitet. 2,1 Prozent Lohnerhöhung ab 1. Januar 2017.

Zugleich appellierten sie an die Gewerkschaft: „Wir sind an einem zeitnahen Abschluss interessiert, aber zielgerichtete Verhandlungen sind nur möglich, wenn ver.di realistisch bleibt“, so Gunnar Vielhaack, Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen im BDSW.

Die Forderungen der Gewerkschaft übersteigen wieder einmal den Rahmen der wirtschaftlichen Machbarkeit. „Natürlich liegt das Angebot deutlich unter den Erwartungen, die ver.di durch die Forderungen, bei den Beschäftigten geschürt hat.“, so Vielhaack. Forderungen, die völlig an der wirtschaftlichen Realität vorbei gehen, führen lediglich zu Enttäuschung über umsetzbare Angebote und damit zu unnötig langen Verhandlungen ohne Ergebnisse. Forderungen von bis zu 47 Prozent zeugen nicht von Verhandlungen im Sinne der Beschäftigten.

Auch für die rund 2.000 Beschäftigten an den Verkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen unterbreitete der Fachverband Aviation im BDSW, durch den Leiter der Tarifkommission des Fachverbandes, Rainer Friebertshäuser, das Angebot die Löhne ab dem 1.1.2017 um 2,1 Prozent zu erhöhen.

Die nächste Tarifverhandlung für Nordrhein-Westfalen findet am 25. November 2016 in Ratingen statt.

 


Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 247.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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