BDSW & Fachverband Aviation Pressemitteilung 50 / 2016

Berlin/Hamburg – Bereits in der ersten Tarifverhandlungsrunde, für die rund 10.000 Beschäftigten des Sicherheitsgewerbes in Hamburg, legten die Arbeitgeber ein Angebot vor.

Die Tarifgemeinschaft der BDSW Landesgruppe Hamburg und dem Fachverband Aviation bot Erhöhungen in zwei Schritten an - 2,2 Prozent ab dem 1.1.2017 und weitere 2,2, Prozent ab dem 1.1.2018. „Wir sind an einem zeitnahen Abschluss interessiert, aber zielgerichtete Verhandlungen sind nur möglich, wenn ver.di realistisch bleibt“, appellierter Jens Müller, Vorsitzender der Landesgruppe Hamburg im BDSW. Die Gewerkschaft zeigte sich nicht in der Lage ihre Forderung von 22 Prozent zu überdenken.

Überrascht wurde die Arbeitgeberseite von einer noch einmal aufgestockten Forderung für den Bereich Aviation. So sollen nach ver.di Vorstellungen undifferenziert alle Sicherheitsmitarbeiter am Verkehrsflughafen 17,75 € erhalten. Für die rund 1.300 Mitarbeiter in diesem Bereich bedeutet dies Erhöhungen von 14,5 bis 40 Prozent.

Die Forderungen der Gewerkschaft übersteigen wieder einmal den Rahmen der wirtschaftlichen Machbarkeit. „Natürlich liegt das Angebot deutlich unter den Erwartungen, die ver.di durch überhöhte Forderungen, bei den Beschäftigten geweckt hat.“, so Rainer Friebertshäuser, Leiter der Tarifkommission des Fachverbandes Aviation. Forderungen, die völlig an der wirtschaftlichen Realität vorbei gehen, führen lediglich zu Enttäuschung über umsetzbare Angebote und damit zu unnötig langen Verhandlungen ohne Ergebnisse. Dies zeuge nicht von Verhandlungen im Sinne der Beschäftigten.

Die nächste Tarifverhandlung für Hamburg findet am 23. November 2016 statt.

 

 

Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 247.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro. 

 

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