BDSW Pressemitteilung 45 / 2016

Berlin/Essen – Immer stärker besetzt das Thema Sicherheit die aktuelle Agenda von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die veränderte Bedrohungslage, wie beispielsweise durch Hackerangriffe auf IT-Systeme und nicht zuletzt auch die aktuellen Terroranschläge, führen zu gravierenden volkswirtschaftlichen Schäden.

Häufig gerät dabei aber in Vergessenheit, dass die meisten Unternehmen immer noch durch Diebstahl in seinen verschiedenen Ausprägungen geschädigt werden. Diesen Veränderungen wird seitens der Unternehmen vorzugsweise durch den erhöhten Einsatz von Technik oder Sicherheitspersonal oder durch die Veränderung von organisatorischen Maßnahmen entgegen gewirkt. „Es wird immer wichtiger Lösungsansätze zu finden, in denen Technik, Organisation und Menschen optimal abgestimmt und effektiv eingesetzt werden. Dies kann nur gelingen, wenn man hier einen ganzheitlichen Ansatz wählt.“, so BDSW Präsident Gregor Lehnert. Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft hat sich deshalb gemeinsam mit dem Verband für Sicherheitstechnik VfS zur Aufgabe gemacht, diese ganzheitliche Lösung in Form der Integrierten Sicherheit zu verfolgen.

Eine Reihe von Experten aus verschiedenen Bereichen der Sicherheitswirtschaft haben ihre Erfahrungen zusammengetragen, um in einer Handlungsempfehlung wichtige Hinweise zur Fehlervermeidung und Qualitätsverbesserung bereitzustellen. Die Handlungsempfehlung ist eine kompakte Zusammenstellung von Strategien, die Anregungen und Hilfestellungen für die Lösung von Herausforderungen geben kann. Dabei betrachtet die integrierte Sicherheit den kompletten Prozess von der Projektinitialisierung, der Planung, der Realisierung über die Abnahme bis zum Betrieb einschließlich aller technischen, organisatorischen und personellen Anforderungen. Von Perimetersicherung über Zutrittskontrolle, Einbruchmeldetechnik, Videoüberwachung bis hin zu Leitstellen, Alarmverfolgung und Kommunikationstechnik. Natürlich beinhaltet die   integrierte Sicherheit auch die Bewachung sowie Dienstleistungen aus Bereichen wie Empfangsdiensten oder Risikomanagement.

„Gemeinsam mit dem BDSW möchten wir den ganzheitlichen Ansatz für Sicherheitslösungen vorantreiben um die Sicherheit, vor allem der kleinen und mittelständische Unternehmen, weiter verbessern zu können.“, so Wilfried Joswig, Geschäftsführer des VfS.

„Die Integrierte Sicherheit ist ein weitere Baustein für Unternehmer und damit die deutsche Wirtschaft ihre Werte zu schützen.“, so Gregor Lehnert. Bereits im Rahmen der Initiative Wirtschaftsschutz, bei der der BDSW partnerschaftlich mit dem Bundesministerium des Innern, dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW Bundesverband) sowie dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), dem Bundeskriminalamt (BKA), dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) agiert, hat man sich des verstärkten Schutzes der Unternehmen angenommen.

Weitere Information zur Initiative Wirtschaftsschutz finden Sie hier.
Die Handlungsempfehlung von BDSW und VfS zur Integrierten Sicherheit finden Sie hier. Gedruckt Exemplare können über Frau Nicole Ernst per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! angefordert werden.





Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 247.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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