BDSW Pressemitteilung 33 / 2016

Berlin/Bad Homburg- Immer wieder geraten die privaten Sicherheitskräfte in nordrhein-westfälischen Flüchtlingsunterkünften in die Schlagzeilen, weil sie angeblich unzuverlässig seien.

„Mit solchen Behauptungen wird die Arbeit aller Beschäftigten in diesem Bereich in Misskredit gebracht“, so BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok. Tatsache sei aber, dass die weit überwiegende Mehrzahl der privaten Sicherheitsdienste einen "guten Job" machen würde, so Olschok. Das könne jeder, der sich für die Fakten interessiere, in der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Piraten im nordrhein-westfälischen Landtag (Drucksache 16/12528) nachlesen.

Bis zum 23. Juni sind danach bei der Bezirksregierung Arnsberg insgesamt 5.515 Sicherheitskräfte vom Verfassungsschutz überprüft worden. 5.091 Prüfungen sind aktuell durch das Landeskriminalamt abgeschlossen. 155 Personen oder 2,8 Prozent der Überprüften sind von der Ausübung gesperrt worden. Bei knapp 12 Prozent der Überprüften sind etwaige Erkenntnisse und Verfahrensstände noch zu prüfen. 85 Prozent der überprüften Sicherheitskräfte (entspricht 4.702)  dürfen nach der Unbedenklichkeitsprüfung eingesetzt werden. Ergänzend zu dieser Anfrage teilte Innenminister Jäger dem Innenausschuss mit, dass sich lediglich  2,9 Prozent (17 von insgesamt 600) Beschwerden beim dezentralen Beschwerdemanagement gegen die Sicherheitskräfte richten.
 
Die Beschäftigtenzahl in der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbranche ist im vergangenen Jahr um 8.000 (18 Prozent) auf 51.000 gestiegen. Der Bedarf war so hoch, dass die Suche nach geeignetem Personal immer schwieriger wurde. "Trotz der massiven Nachfrage an Arbeitskräften ist es den meisten Unternehmen erfreulicherweise doch gelungen, geeignetes Personal für die sensible Tätigkeit in Flüchtlingsunterkünften zu gewinnen", so Olschok abschließend.




Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit derzeit rund 247.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2015 wurde nach ersten Schätzungen ein Umsatz von ca. 6,9 Mrd. Euro erzielt. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Personen- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Auf den bundesdeutschen Verkehrsflughäfen arbeiten mehr als 20.000 Sicherheitskräfte auf Grundlage der verschiedenen Aufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz. Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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