Pressemitteilung des BDSW 74 / 2018

Berlin/Halle – Auf Lohnerhöhungen von bis zu 17 Prozent einigten sich heute die Tarifvertragsparteien BDSW und ver.di in Sachsen-Anhalt. Für die sachsen-anhaltischen privaten Sicherheitsunternehmen sind rund 5.600 Beschäftigten im Einsatz. „Nach einer schwierigen ersten Verhandlungsrunde haben wir es geschafft, uns heute im zweiten Anlauf zu einigen“, so Rainer Stallmann, Vorsitzender der BDSW Landesgruppe Sachsen-Anhalt. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 2 Jahren und beginnt zum 01.01.2019.

„Da für die unterste Lohngruppe noch eine Erhöhung zum 1. Dezember 2018 ansteht, sieht der neue Tarifvertrag für diese Lohngruppe die nächste Erhöhung, um 6 Prozent, zum 01.01.2020 vor. „Für die anderen Lohngruppen werden Lohnerhöhungen zwischen 7,8 und 11,1 Prozent in zwei Schritten jeweils zum 1. Januar 2019 und 2020 erfolgen“, so Stallmann.

Die größte Stundengrundlohnerhöhung erhalten die Beschäftigten im Bereich der Bewachung kerntechnischer Einrichtungen. „In zwei Schritten werden hier 17 Prozent mehr gezahlt“, so Stallmann.

Die Auszubildendenvergütung steigt zum Jahresbeginn 2019 für alle drei Lehrjahre um jeweils 100 Euro an.


Es wurde eine 14-tägige Widerrufsfrist vereinbart.

 

 


Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2017 wurde nach vorläufigen Angaben ein Umsatz von ca. 8,50 Mrd. Euro erzielt. Davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert bzw. Luftsicherheit jeweils ca. 700 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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