Pressemitteilung des BDSW 68 / 2021

Berlin – Auf dem 3. Berliner Kongress für wehrhafte Demokratie in Berlin forderte Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied, neue gesetzliche Rahmenbedingungen für die Sicherheitswirtschaft. Die privaten Sicherheitsdienste beschäftigen bundesweit rund 260.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

„Unsere Branche leistet einen ungemein wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland. Dies hat sich in den letzten Jahren, in den unterschiedlichsten Segmenten auch für die Öffentlichkeit deutlich gezeigt“, so Olschok, der den BDSW Präsidenten Gregor Lehnert auf dieser hochrangig besetzten Konferenz mit dem Kongresspräsidenten Wolfgang Bosbach vertrat.

Durch die massiven Veränderungen, die die Sicherheitsbranche vor allem in den letzten Jahren durchlaufen habe, sei das Gewerberecht keine geeignete Grundlage mehr für die umfangreichen Tätigkeiten der Branche.

Trotz der Festlegung im Koalitionsvertrag der noch geschäftsführendenden Bundesregierung wurde in der letzten Legislaturperiode kein eigenständiges Sicherheitsdienstleistungsgesetz mehr auf den parlamentarischen Weg gebracht - obwohl das Bundesinnenministerium (BMI) sehr intensiv an einem Referentenentwurf arbeitet. „Durch die Neuordnung der Regelungen für das private Sicherheitsgewerbe in einem eigenständigen Gesetz erhoffen wir uns, die Sicherheitsstandards in unserem Gewerbezweig zu verbessern und so das häufig anzutreffende Billigstvergabeprinzip zu beenden,“ so Olschok.

Dieses Gesetz müsse verbindliche Anforderungen an Qualifikation, Schulung und Weiterbildung aller Sicherheitsmitarbeiter*innen und Führungskräfte für besondere Einsatzbereiche, insbesondere zum Schutz kritischer Infrastrukturen beinhalten. „Wir hoffen - und erwarten – dass die im BMI bereits weit fortgeschrittenen Arbeiten an einem solchen Gesetz, von der neuen Bundesregierung umgehend abgeschlossen werden und zeitnah ein entsprechendes Gesetz verabschiedet wird“, so Olschok abschließend.


v. l.: Dr. Olschok und Herr Wolff


v. l.: Dr. Klos, Dr. Stoppelkamp, Dr. Olschok und Herr Wolff


Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260 000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2020 lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen bei rund 9,2 Mrd. Euro - davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert ca. 500 Mio. Euro und Luftsicherheit 817 Mio. Euro, insgesamt also 1,3 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“).

 
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