Pressemitteilung des BDSW 50 / 2019

Berlin – Die Auszubildenden zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit brechen ihre Ausbildung deutlich seltener ab als noch vor einem Jahr. Dies hat der Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2019 ergeben. Demnach lag die Abbrecherquote bei der Fachkraft für Schutz und Sicherheit 2017 bei 46,9 %. 2016 waren es noch 50,6 %.

„Natürlich ist auch diese Zahl noch viel zu hoch und keinesfalls zufriedenstellend“, sagte BDSW Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied Dr. Harald Olschok am Montag in Bad Homburg. „Der Report zeigt aber, dass die Unternehmen der Sicherheitsbranche die Zeichen der Zeit erkannt haben und gegensteuern. Damit habe die Sicherheitswirtschaft nicht mehr die „rote Laterne“ bei der Abbrecherquote. Acht weitere Ausbildungsberufe liegen noch dahinter“, so Olschok weiter.

Weitere Anstrengungen seien nötig, um die Ausbildungssituation kontinuierlich zu verbessern. Dazu gehöre zum Beispiel eine bessere Aufklärung der angehenden Azubis, aber auch mehr Unterstützung während der Ausbildung. Der BDSW wolle besonders die guten Beispiele herausstellen. Diese gäbe es vor allem bei den Verbandsunternehmen. Dies zeige sich beispielsweise an der Zahl der eingehenden Bewerbungen der Mitglieder zum Ausbildungspreis und des Azubipreises des BDSW.

Auch die Aktivitäten der Exzellenzinitiative der Landesgruppe Hamburg machen deutlich, dass sich der Verband und seine Mitglieder um das Thema Ausbildung stärker denn je bemühen. Welche Maßnahmen im Bereich der Ausbildung in Zukunft notwendig und sinnvoll sind, wird auch auf dem 2. Hamburger Sicherheitsrechtstag erörtert. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nachwuchsgewinnung im Sicherheitssektor – Strategische Perspektiven für Polizei und Sicherheitsgewerbe“.

„Die Sicherheitsbranche bietet stellenweise eine hervorragende Ausbildung an. Wir müssen aber den Unternehmen, die ihre Azubis nur als billige Arbeitskräfte benutzen, mit allen Mitteln entgegentreten. Hier sind alle Akteure und Institutionen gefordert“, sagte Olschok abschließend.


Brancheninformationen (www.bdsw.de
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 260.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2018 wurde nach vorläufigen Angaben ein Umsatz von ca. 8,64 Mrd. Euro erzielt. Davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert bzw. Luftsicherheit jeweils ca. 700 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 700 Mio. Euro.

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