Pressemitteilung des BDSW 18 / 2021

Bad Homburg – Am 12. April 1991, also vor genau 30 Jahren, wurde die Landesgruppe Sachsen in Leipzig als erste Landesgruppe des BDSW in den damals fünf neuen Bundesländern gegründet.

Daran erinnert Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des BDSW. „Mit dieser Gründung wurde die bis dahin bewährte Struktur des Verbandes auch im Osten Deutschlands eingeführt.“ Am 15. April folgte Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin, am 22. April Thüringen in Erfurt und am 25. April Sachsen-Anhalt in Magdeburg. Die Gründung der gemeinsamen Landesgruppe Berlin-Brandenburg am 25. April in Potsdam war nur von kurzer Dauer. Ein Jahr später ging man wieder getrennte Wege. Erst viele Jahre später korrigierten die beiden Landesgruppenvorsitzenden, Rainer Ehrhardt aus Berlin und Matthias Schulze aus Brandenburg, diesen Fehler wieder, so Olschok. Die Gründung von fünf neuen Landesgruppen innerhalb von nur 14 Tagen war ein außergewöhnlicher Kraftakt, wenn man an die desolaten Straßenverhältnisse und die schlechten Telefonverbindungen der damaligen Zeit denkt.

Die Aktivitäten des Verbandes in der Noch-DDR begannen schon kurz nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989. Bereits wenige Wochen später erreichten die Geschäftsstelle des Verbandes zahlreiche telefonische und schriftliche Anfragen. „Der BDSW reagierte auf die Anfragen und lud die Interessenten am 20. Juni 1990 nach Ost-Berlin zu einer Informationsveranstaltung von Vorstand und Geschäftsführung ein, die am Alexanderplatz stattfand“, berichtete Olschok. „Der damalige Präsident des Verbandes, Frank Mauersberger aus Osnabrück, informierte die Teilnehmer*innen über die rechtlichen und tatsächlichen Voraussetzungen des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Deutschland.“

Heute sind die „neuen“ Landesgruppen längst im BDSW etabliert. Von den derzeit knapp 1.000 Mitgliedsunternehmen des BDSW haben fast 290 ihren Sitz in den ostdeutschen Bundesländern. Insgesamt beschäftigt die Branche in diesen Ländern ca. 63.200 von insgesamt 260.000 Mitarbeiter*innen. Beschäftigungsreichstes Bundesland ist dabei Berlin, gefolgt von Sachsen und Brandenburg. Verbandsintern hätten die mitteldeutschen Landesgruppen neue Akzente in die Verbandsarbeit einbringen können. „In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben wir erstmals Kooperationsvereinbarungen mit der Landespolizei abgeschlossen“, so Olschok. Diese hätten für andere Bundesländer eine Vorbildfunktion gehabt und hätten auch Eingang in das Programm „Innere Sicherheit“ der Innenministerkonferenz gefunden. „Für das heutige Standing unserer Branche ein Meilenstein“, resümierte der BDSW-Hauptgeschäftsführer.

Brancheninformationen (www.bdsw.de)
Private Sicherheitsdienstleister in Deutschland beschäftigen bundesweit rund 267 000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Im Jahr 2020 lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen bei rund 9,2 Mrd. Euro - davon entfallen auf die Segmente Geld und Wert ca. 613 Mio. Euro und Luftsicherheit 962 Mio. Euro, insgesamt also 1,5 Mrd. Euro. Die im BDSW organisierten Unternehmen bieten vor allem hochwertige Dienstleistungen an. Dazu gehören u. a. Schutz von Kraftwerken und anderen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur sowie von militärischen Liegenschaften, Pforten- und Empfangsdienste, qualifizierte Objekt- und Werkschutzdienste. Eine stark zunehmende Bedeutung hat die Kombination von moderner Sicherheits- und Überwachungstechnik mit personellen Dienstleistungen („Integrierte Sicherheitslösung“). Der Umsatz beträgt ca. 900 Mio. Euro.

 

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