Sehr geehrte Damen und Herren,

schon im Frühjahr 2020 war die telefonische Krankschreibung möglich, um Arztpraxen zu entlasten. Wer unter leichten Erkrankungen der oberen Atemwege litt, musste nicht mehr zum Hausarzt gehen, sondern konnte sich über eine telefonische ärztliche Konsultation am Telefon krankschreiben lassen.

Auf Initiative des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung darauf verständigt, dass die telefonischen Krankmeldungen wieder eingeführt werden. Patienten mit leichten Atemwegserkrankungen können sich erneut telefonisch von ihrem Arzt krank-schreiben lassen. Das soll einen Beitrag leisten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Zur Entlastung der Ärzte in der Coronavirus-Krise können sich Patienten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege bis zu sieben Tage krankschreiben lassen. Eine einmalige Verlängerung der Krankschreibung könne telefonisch für weitere sieben Kalendertage ausgestellt werden, hieß es in einer Mitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses. Dafür müssen Patienten die Arztpraxen nicht aufsuchen, eine telefonische Rücksprache mit dem Arzt reicht aus.

Diese Vereinbarung gilt ab Montag, 19.10.2020 und gilt zunächst bis Jahresende. Sie greift den Angaben zufolge bei Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) für einen Verdacht auf eine Infektion mit Covid-19 erfüllen.

Der Mitarbeiter muss seinem Arbeitgeber unverzüglich Bescheid geben und auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist vorzulegen.

Aus Sicht der Verbände der Sicherheitswirtschaft wird diese erneute Entscheidung zur Zulässigkeit der telefonischen Krankmeldung sehr kritisch be-trachtet, denn es besteht aus den Erkenntnissen vom Frühjahr dieses Jahres die begründete Befürchtung, dass es nun wiederholt zu Krankmeldungen und hohen Krankenständen in den Unternehmen kommt. Es gilt weiterhin, dass eine Aufklärung im Betrieb wichtig ist und auch die entsprechenden Arbeitsschutzmaßnahmen hinsichtlich der Hygiene angeboten und eingehalten werden. Auch ein Appell an die Mitarbeiter, besonnen und nicht überzogen zu reagieren, sollte in den betrieblichen Erörterungen Berücksichtigung finden.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Geschäftsleitung

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