Sehr geehrte Damen und Herren,

die BDA-Vertretung in Sachsen, die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft e. V. hat uns in ihrer VSW-News-Rundmail darüber informiert, dass die Bundesregierung am 24.06.2020 die Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beschlossen hat. Diese Informationen leiten wir Ihnen gerne weiter.

Förderfähig sind ausschließlich mittelständische Firmen (< 250 MA in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29.02.2020), die durch die COVID-19-Krise betroffen sind. Die Berufsausbildung muss in einem anerkannten Ausbildungsberuf erfolgen. Es darf sich um keine Praktika handeln. Zudem darf jedes Ausbildungsverhältnis nur einmal gefördert werden.

Die Förderung besteht aus 5 Instrumenten:

Ausbildungsprämie (wenn Ausbildungsangebot fortgeführt wird)
• Voraussetzung: Die betriebliche Ausbildung wird im Vergleich zu den 3 Vorjahren aufrechterhalten. Die Firma
   ist im erheblichen Umfang von der Krise betroffen. Davon ist auszugehen, wenn in der ersten Hälfte des
   Jahres 2020 wenigstens ein Monat Kurzarbeit durchgeführt wurde oder der Umsatz in den Monaten April
   und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.
• Förderung: 2 TEUR pro abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (nach Probezeit) im Ausbildungsjahr 2020
• Antrag: vrs. Bundesagentur für Arbeit (BA)

Ausbildungsprämie (wenn Ausbildungsangebot gesteigert wird)
• Voraussetzung: Die betriebliche Ausbildungsleistung wird im Vergleich zu den 3 Vorjahren gesteigert.
   Die Firma ist analog zu Ziffer 1 im erheblichen Umfang von der Krise betroffen.
• Förderung: 3 TEUR je zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag (nach Probezeit) im
   Ausbildungsjahr 2020
• Antrag: vrs. Bundesagentur für Arbeit (BA)

Vermeidung von Kurzarbeit
• Voraussetzung: Die Ausbildungsaktivität wird trotz erheblichem Arbeitsausfall (mdst. 50 Prozent) fortgesetzt.
• Förderung: 75 Prozent Zuschuss zur Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat bis zum 31.12.2020
• Antrag: vrs. Bundesagentur für Arbeit (BA)

Auftrags- und Verbundausbildung
• Voraussetzung: KMU kann pandemiebedingt die Ausbildung temporär nicht fortsetzen
   (Geschäftsbetrieb maßgeblich behindert)
• Förderung: andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte
   Ausbildungsdienstleister, die zeitlich befristet (mind. 6 Monate) die Ausbildung übernehmen, können dafür
   bis zum 30.06.2021 Förderung erhalten
• Antrag: vrs. BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) oder BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und
   Ausfuhrkontrolle)

Übernahmeprämie
• Voraussetzung: KMU, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen KMU bis zum Abschluss
   ihrer Ausbildung übernehmen
• Förderung: 3 TEUR je übernommenen Auszubildenden bis 30.06.2021
• Antrag: vrs. Bundesagentur für Arbeit (BA)

Weitere Informationen bietet das Bundesbildungsministerium (BMBF) hier. Die Bestimmungen müssen noch in einer Förderrichtlinie umgesetzt werden. Bis dahin sollen auch die Antragsstellen benannt werden.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Geschäftsleitung

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