Fraunhofer IOSB und BDSW beschließen Forschungskooperation - Forschung und Sicherheitswirtschaft profitieren voneinander

Die Unterzeichner des Sicherheitsforschungs-Kooperationsvertrages (sitzend vl.) Prof. Dr.-Ing. Beyerer (Fraunhofer IOSB), Peter H. Bachus (BDSW-Vizepräsident) und Dr. Harald Olschok (BDSW-Hauptgeschäftsführer) sowie die BDSW-Premium-Partner Wolfgang Wüst (BSG-Wüst) und Michael Schaller (WISAG). Leider konnten Heinrich Giebeler vom WESTFÄLISCHEN WACHDIENST LIPPSTADT und Darius Wilczek von Pro Control nicht anwesend sein.
Am 3. Mai 2012 wurde in Karlsruhe erstmals in der deutschen Geschichte "Privater Sicherheitsdienstleister" ein Kooperationsvertrag zwischen dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) und dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB unterzeichnet. Der Leiter des Fraunhofer IOSB, Prof. Dr.-Ing. Jürgen Beyerer, der Vizepräsident des BDSW, Peter H. Bachus, und BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok besiegeln damit eine auf vier Jahre angelegte Kooperation. Zur Unterstützung der wegweisenden Forschungskooperation haben sich seitens des BDSW die Mitglieder BSG-Wüst, Pro Control, WESTFÄLISCHER WACHDIENST LIPPSTADT und WISAG entschieden.
Die Forschungskooperation soll zur zielorientierten Vernetzung von Wissenschaft und Sicherheitswirtschaft und somit zur Optimierung der deutschen Sicherheitsforschung und Sicherheitsdienstleistung beitragen. Getreu dem Motto: "Dem Täter immer einen Schritt voraus!" soll der Verbund von Sicherheitswirtschaft und international anerkannter deutscher Forschung, die Umsetzung von Forschungsergebnissen und Entwicklung praxisorientierter Forschungsprojekte fördern. Das dient dem Ziel der Verbesserung subjektiver und objektiver Sicherheit der Bevölkerung. Um dieses Ziel zu erreichen sieht die Kooperation beispielsweise Beratungen, gemeinsame Messeauftritte, Round Table-Gespräche, ganztägige Sicherheitstechnische Kolloquien sowie eine enge Verzahnung in der Gremienarbeit vor. - Forscher, Entwickler und Sicherheitsdienstleister können somit bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt ihr Fachwissen konzentrieren und in zielgerichtete Forschung umsetzen. Ferner können Forschungsprojekte unter besonderer Berücksichtigung spezifischer Anforderungen und Fähigkeiten einer mittelständisch geprägten Sicherheitsdienstleistungsindustrie entwickelt werden.
Aus dieser Zusammenarbeit lassen sich somit vielfältige Synergieeffekte entwickeln: das Fraunhofer IOSB ist seit vielen Jahren auf den Forschungsgebieten Sensorentwicklung, automatisierte Bild- und Videoauswertung, Sensordatenfusion, mobile Sensorplattformen bis hin zu Mensch-Maschine-Schnittstellen und Cyber-Security tätig. Mit seinen derzeit knapp 600 Mitarbeitern an 4 Standorten und der engen Anbindung an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) über den Lehrstuhl von Prof. Beyerer ist ein ständiger Wissenszuwachs und Forschung auf höchstem Niveau garantiert.
Die deutsche Sicherheitswirtschaft setzt sich im Wesen aus zwei Bereichen zusammen. Sicherheitsdienstleistungen und Sicherheitstechnik erwirtschafteten in 2011 einen geschätzten Umsatz von 10,6 Milliarden Euro. Mit 4,8 Milliarden Euro und über 175.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter repräsentieren "Private Sicherheitsdienstleister" die homogenste Gruppe der Sicherheitswirtschaft. Dabei spiegeln allein über 800 im BDSW organisierten Sicherheitsdienstleister circa 80 Prozent des Marktvolumens und über 100.000 Sicherheitsmitarbeiter wider. Auf Grund seiner Funktionen als einziger Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband, verfügt der BDSW schon aus tarifrechtlicher Sicht über eine bundesweit flächendeckende Vernetzung mit sämtlichen sicherheitsrelevanten Akteuren. Insbesondere in den Bereichen Luftsicherheit, beim Schutz kerntechnischer Anlagen und von Bundeswehrliegenschaften sowie im Öffentlichen Personenverkehr und beim Betreiben von Notruf-Leitstellen und der Alarmintervention verfügen die BDSW-Mitglieder über Kernkompetenzen. Nach Verbandsschätzung sind circa 35.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich in diesen Bereichen - auch zum Schutz Kritischer Infrastrukturen - im Einsatz. Der BDSW ist in den letzten Jahren intensiv in die Gestaltung nationaler und internationaler Normung eingestiegen und prägt damit den Sicherheitsmarkt in und außerhalb Deutschlands.
Der steigende, weltweite Bedarf an intelligenten und zukunftsweisenden Sicherheits-technologien angesichts steigender Naturkatastrophen, Terrorgefahr, instabilen Krisenregionen oder für den Schutz kritischer Infrastrukturen und Liegenschaften, erfordert die schritthaltende Weiterentwicklung der angebotenen Technologien, Sicherheitsdienstleistungen und Krisenmanagementlösungen. Hier kann das Fraunhofer IOSB mit seinen Entwicklungen wie z. B. dem SmartControlRoom, der auf der CeBIT 2011 erstmalig einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde, den langfristigen Weg aufzeigen, wie Sicherheitslösungen und Systeme der Zukunft aussehen. Autonom agierende fahrende, fliegende oder tauchende Roboter, Quadrocopter oder Mini-Unterwasserfahrzeuge können Rettern, Sicherheitspersonal und Wachdiensten wertvolle Unterstützung durch Informationsbeschaffung leisten. Besonders in Umgebungen, die für die Einsatzkräfte besonders gefährlich oder unzugänglich sind. Hier hat das IOSB das System AMFIS entwickelt, das speziell für solche Aufgabenstellungen zugeschnitten ist.
Der erste gemeinsame Messeauftritt ist für die security in Essen im September 2012 geplant.
BDSW Technik-Tagung 2012 - Agenda 2020 - Ein Blick in die Zukunft.


Karlsruhe - In Anwesenheit des IHK-Präsidenten und BDSW-Mitgliedes Bernd Bechtold, des BDSW-Vizepräsidenten Peter H. Bachus und des BDSW-Landesgruppenvorsitzenden Albert Haber fand die BDSW Technik-Tagung unter dem Motto "Agenda 2020 - Ein Blick in die Zukunft" am 25. April statt. Über 100 Experten für sicherheitstechnische Dienstleistungen waren anwesend. Unter der Führung der Vorsitzenden des Fachausschusses Technik im BUNDESVERBAND DER SICHERHEITSWIRTSCHAFT (BDSW), Wolfgang Wüst und Holger Kierstein, stellten sich behördliche Vertreter und Vertreter aus der Wirtschaft in Referaten über die künftige Entwicklung von Alarm- und Interventionsdienstleistungen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor. "Die Welt um uns herum ändert sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit. So hat ein amerikanischer Computerhersteller mit seinen Produkten innerhalb weniger Jahre den gesamten Markt für mobile Telefone und Tablet-PC’s neu verteilt. Apps bestimmen unseren Alltag, neue Geschäftsmodelle entstehen und andere verschwinden", so Wolfgang Wüst. Das private Sicherheitsgewerbe gehöre seit 111 Jahren zum Straßenbild der Gesellschaft. In den vergangenen 10 Jahren habe sich mehr bewegt, als in den 101 Jahren davor. Was mögen die kommenden zehn Jahre bringen? Der Beantwortung dieser Frage war der Technik-Tag gewidmet.
Mit einem Vortrag von Reiner Trautmann aus dem Hause INSOCAM begann die Veranstaltung, einen Blickwinkel der hessischen POLIZEI vertrat Bernd Rompel und Ulrich Schwieger von HEITEL versprach eine Verkürzung der Interventionszeit um 80 Prozent durch konsequente Nutzung proaktiver Video-Sicherheitstechnik. Bei aller Technik, die heute und in Zukunft zum Einsatz kommt, werden ganz neue Herausforderungen an den Menschen, der alles bedient und der mit dieser Technik arbeitet, gestellt. Der demografische Wandel ist schon heute in den (NSL-n) angekommen. Dass die Gewinnung von technischen Fachkräften zunehmend schwieriger werde, dazu referierte Manfred Buhl, CEO Securitas Deutschland. Die Bevölkerungsentwicklung führe dazu, dass bereits in wenigen Jahren viele Millionen Erwerbstätige nicht mehr zur Verfügung stehen. "Einerseits ist das ein Signal, einfache Sicherheitsaufgaben noch mehr durch Technologie zu erledigen, andererseits werden für die zentralen Einrichtungen (NSL-n, Werkschutzzentralen u. a.) die Fachkräfte knapp. Buhl mahnte konkrete Maßnahmen an, die Arbeitsplätze in der Branche attraktiver zu gestalten.
"Die Rahmenbedingungen für neue NSL-n die von der Reihe der Normen DIN EN 50518 bestimmt werden, sind dabei, den Markt massiv zu verändern. Es ist auch unstrittig, dass die ursprünglichen Aufgaben einer Notruf- und Serviceleitstelle alter Prägung sehr weit über die normativ geregelten Bereiche einer europäischen Alarmempfangsstelle hinausgehen", so Wüst weiter. Harald Mebus stellte die NEUE NSL nach VdS 3138 vor; die alte NSL nach VdS 2153 wwerde es künftig nicht mehr geben. Dieses Thema ist für die Branche von besonderer Bedeutung, weil ein großer Anteil der Ausschreibungen für personelle Sicherheit die eigene NSL als dauerhaften Ansprechpartner fordert. Daran dürfte sich auch in Zukunft nicht viel ändern.
Gemeinsam einen Blick in die Zukunft warfen das Forschungsinstitut Fraunhofer IOSB mit Sitz in Karlsruhe und der BDSW. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Anwesenden über den Kooperationsvertrag informiert. Dr. Michael Arens vom Fraunhofer IOSB stellte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitswirtschaft und Sicherheitsforschung dar und ging in seinem Vortrag auf existierende Forschungsprojekte des Fraunhofer IOSB sowie die Möglichkeiten der Zusammenarbeit ein. Am 3. Mai kommt es in Karlsruhe zur Unterzeichnung des Vertrages. Seitens des BDSW sind Premium Partner: BSG Wüst, ProControle, WISAG und der Westfälische Wachschutz.
Nach einem informativen Tag in Karlsruhe fasste Wolfgang Wüst die Ergebnisse zusammen. "Mensch und Technik werden zunehmend zu einer Einheit, die über definierte und überwachte Prozesse verfügt und in der Konsequenz durchgängige Sicherheitsketten bildet. Die Einbindung von Sicherheitsforschung gehört genauso dazu, wie offene Richtlinienwerke, die nur noch an Schutzzielen gespiegelt sind und den Wettbewerb um innovative Lösungen und Geschäftsmodelle fördert. So gibt es für die NEUE NSL keine Vorgaben für Wandstärken oder Verglasungsqualitäten. Sie ist wirksam gegen Einbruch und Überfall zu sichern - Punkt. Die Integration verfügbarer Technologien auf einheitlichen Plattformen wird die Herausforderung der Zukunft werden. Bilddaten, Geodaten, Alarmdaten, Datenfunk, Management-Systeme, ... all das gibt es bereits. Es muss künftig „nur“ clever miteinander verknüpft und die Ergebnisse übersichtlich dargestellt werden, um einen optimalen Nutzen zu erzielen. Denn am Ende des Tages werden alle Akteure der Sicherheitswirtschaft daran gemessen, ob sie die Welt etwas sicherer gemacht haben."
Bayern: „Private Sicherheitsdienste sind wichtig für die Innere Sicherheit“

Bad Homburg. Fast drei Viertel der bayerischen Bevölkerung halten private Sicherheitsdienste für wichtig, wenn es um die Innere Sicherheit im Freistaat geht, darauf wies heute in Bad Homburg der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Dr. Harald Olschok, hin. Fast 10 Prozent der Bevölkerung halten die Unternehmen, die Eigentum, Leib und Leben von privaten und öffentlichen Auftraggebern schützen, sogar für unverzichtbar. 25 Prozent sind der Auffassung sie seien wichtig, 39 Prozent halten unsere Branche für wichtig. Insbesondere in kleineren Gemeinden und bei den Wählern der CSU wird die Bedeutung unsere Branche als besonders groß angesehen.
Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der renommierten Gesellschaft für Markt- und Sozialforschung (GMS) unter 1.003 Personen in Bayern im Februar. Wir haben den Verbändemonitor des Verbandes der bayerischen Wirtschaft für zwei Fragen zu den privaten Sicherheitsdiensten genutzt.
Diese Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerung ähnlich denkt wie die Politik. Im Programm Innere Sicherheit der Innenministerkonferenz aus dem Jahr 2009 findet sich die klare Aussage, dass private Sicherheitsunternehmen ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in Deutschland sind.
Eine zweite Frage galt dem Bild von privaten Sicherheitsdiensten. 51 Prozent der Befragten haben ein positives Bild, 8 Prozent sogar ein sehr positives und 34 Prozent ein eher positives Bild. 24 Prozent der Befragten waren sich unsicher. Nur 10 Prozent der Befragten haben ein eher negatives Bild.


BDSW-Vizepräsident Gregor Lehnert überreicht FORSI-Wissenschaftspreis an
Prof. Dr. Wolfram Höfling

Berlin - Im Rahmen des 13. Sicherheitswirtschaftstages des Forschungsinstitutes für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (FORSI) am 14. März in Berlin verlieh der Vizepräsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Gregor Lehnert den FORSI-Wissenschaftspreis 2012 an Prof. Dr. Wolfram Höfling von der Universität Köln. Den FORSI Wissenschaftspreis erhielt er für seinen Kommentar zur Gewerbeordnung. "Ich freue mich ganz besonders, den ersten FORSI-Wissenschaftspreis, der in Berlin vergeben wird, an Professor Höfling zu überreichen“, so Lehnert vor knapp 250 Teilnehmern.
Der Preisträger, so Lehnert in seiner Laudatio, gehe mit seiner Kommentierung weit über die übliche Bewertung des Sicherheitsgewerbes hinaus. Er skizziere darin die quantitativen und qualitativen Veränderungen vor allem im letzten Jahrzehnt. Dabei konstatiere Höfling zu Recht, dass sich Sicherheitsunternehmen zu „Allround-Sicherheitsdienstleistern“ entwickelt hätten. „Selbst der Staat greife im Rahmen von Police-Private-Partnership-Modellen immer mehr auf unsere Mitgliedsunternehmen zurück“, so Lehnert weiter. Höfling weise in seinem Kommentar auch auf die DIN 77 200 sowie die Ausbildungsberufe in der Branche hin. Er konstatiere einen „Quantensprung“ in der Qualifizierung privater Sicherheitsdienste.
Auch in der rechtlichen Bewertung privater Sicherheitsdienste werde die Veränderung deutlich. Noch 1986, so Lehnert, habe sich der renommierte Staatsrechtler und spätere Bundesverfassungsrichter, Prof. Hoffmann-Riem, äußerst kritisch zur Entwicklung privater Sicherheitsdienste und deren rechtlichen Grundlagen geäußert. Dies sehe Professor Höfling ganz anders. Der Grundsatz des staatlichen Gewaltmonopols beinhaltet nicht gleichzeitig ein staatliches Monopol der Gefahrenabwehr. Diese könnte heute nicht mehr allein durch den Staat und seine Beschäftigten wahrgenommen werden. Der Staat hat hingegen eine Gewährleistungsverantwortung. Dazu gehöre eine Verantwortungsteilung auch in der Inneren Sicherheit und eine duale Sicherheitsverantwortung von Staat und Privat.
Private Sicherheitsdienste steigern 2011 Umsatz um 5,5 Prozent und Beschäftigtenzahl um 4,2 Prozent

Dr. Harald Olschok, BDSW-Hauptgeschäftsführer
Bad Homburg – Die Umsätze privater Sicherheitsdienstleister sind im Jahr 2011 um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Darauf wies heute Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), hin. Dies habe die Konjunkturerhebung im Dienstleistungssektor durch das Statistische Bundesamt in Wiesbaden ergeben.
Die Einführung des Mindestlohns für Sicherheitsdienstleistungen unter dem Schutz des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes am 1. Juni 2011 erkläre sicher einen Teil des Umsatzzuwachses. Gleichzeitig, so Olschok, sei die Zahl der Beschäftigten bei Sicherheitsdienstleistern im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2010 ebenfalls deutlich gestiegen. Das Wachstum beträgt 4,2 Prozent. Damit stehe fest, dass die Einführung des Mindestlohns nicht zum Beschäftigungsrückgang bei Sicherheitsdienstleistern geführt habe, so Olschok abschließend.
Wach- und Sicherheitsdienste:
Veränderungen von Umsatz und Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr.
2006 2007 2008 2009 2010 2011
Umsatz 9,0 12,6 1,6 -4,1 4,0 5,5
Beschäftigung 8,0 3,8 1,4 -0,1 1,9 4,2
(Quelle: Dienstleistungsstatistik des Statistischen Bundesamtes)
Empfang anlässlich des 60. Geburtstages von BDSW-Vizepräsident Manfred Buhl
Berlin - Am 27. Februar 2012 empfing der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) anlässlich des 60. Geburtstages von Vizepräsident Manfred Buhl knapp 100 Gäste aus Politik und Behörden sowie Wirtschaft und Wissenschaft in der Parlamentarischen Gesellschaft zu Berlin.

Der Hauptgeschäftsführer des BDSW, Dr. Harald Olschok, begrüßte unter anderem den brandenburgischen Ministerpräsident Matthias Platzeck, Abgeordnete des Deutschen Bundestags u. a. den innenpolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Michael Hartmann, den ehemaligen Innenminister von Brandenburg Jörg Schönbohm, den Präsidenten der Bundespolizei Matthias Seeger, die ehemaligen Staatssekretäre aus Brandenburg Hohnen und Dr. Linde sowie aktive Sportler des Kanu Clubs Potsdam.
Der Vizepräsident des BDSW, Gregor Lehnert, vertrat den erkrankten Präsidenten Wolfgang Waschulewski. In seiner Laudatio für den Vorstandskollegen Manfred Buhl hob er dessen kritische aber immer konstruktiven Vorschläge für die Verbandsarbeit hervor. Er setze sich seit seiner Wahl in das Präsidium im Jahre 2004 hartnäckig seit vielen Jahren für die qualitative Weiterentwicklung der Sicherheitsdienstleister und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, z. B. über den Mindestlohn, ein.
Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, lobte Buhl dafür, dass dieser nicht nur in Brandenburg das Thema Qualität privater Sicherheitsdienstleister nachhaltig kommuniziert und in seinem Verantwortungsbereich umgesetzt habe. Auch sein enormes Engagement bei der Durchsetzung des Mindestlohns unter dem Schutz des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes seien bedeutende Merkmale von Manfred Buhl. Der Ministerpräsident unterstrich, dass es vor allem dem Engagement von Buhl zu verdanken sei, dass Brandenburg den "erfolgreichsten Kanuclub der Welt" habe. Ein besonderes Zeichen von Buhl sei dessen soziales Engagement und seine Bereitschaft, auch soziale Verantwortung zu übernehmen.
Der Präsident der Bundespolizei, Matthias Seeger, stellte die Verbindung zwischen 60 Jahre Bundespolizei und dem 60. Geburtstag von Manfred Buhl her. In dieser Zeit hätten sich im Bereich der Inneren Sicherheit gravierende Veränderungen ergeben. Präsident Seeger wies insbesondere auf den Einsatz privater Sicherheitsdienste in der Fluggastkontrolle auf Verkehrsflughäfen hin. Seit vielen Jahren arbeite man insbesondere in Berlin mit Securitas positiv und erfolgreich in der Luftsicherheit zusammen. Buhl stehe für die stetige Weiterentwicklung des Leistungsspektrums und der Qualität privater Sicherheitsdienstleister.
Abschließend bedankte sich Manfred Buhl bei den Anwesenden und vor allem bei den Rednern sowie beim BDSW für die Ausrichtung des Empfangs. Sein besonderer Dank ging an seine Familie. Es sei besonders wichtig, einen Rückhalt in der Familie zu finden. Respekt und Toleranz für hohes zeitliches Engagement seien insbesondere für Führungskräfte in der privaten Sicherheit von großer Bedeutung. Er bedankte sich bei allen Weggefährten aus Unternehmen und Verband für die erfolgreiche gemeinsame Arbeit in den letzten Jahren.
Im Anschluss an die Festreden trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Atrium der Parlamentarischen Gesellschaft, um die Zeit für einen Gedankenaustausch zu nutzen.